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Pickups herstellen leicht gemacht
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Zur Planung steht:
Ein Set Stratocaster Pickups nach den Spezifikationen von 1965.
1965 gab es bei Fender eine gravierende Umstellung der Fertigungsmethoden, was die Pickupherstellung betrifft. Der Handaufzug wurde auf Maschinenwicklung umgestellt, und das Drahtmaterial wechselte von Heavy Formvar zu Plain Enamel. Die 65ger Pickups sind schnell an ihrem grauen Vulkanfiberboden zu erkennen, der sog. Grey Bottom, der allerdings wenig bis gar keinen Einfluß auf den Sound hat.
Die Windungszahlen wurden durch die Maschinenwicklung konstanter und so gibt es nur geringe Unterschiede in den Widerstandswerten, die bei ca. 5,7 -5,9 KOhm variieren, ohne große Unterschiede zwischen Hals und Steg Tonabnehmer.
Die Anschlusslitzen bestehen aus Cloth Wire, einem recht steifen gut biegsamen Drahtgeflecht mit Baumwollüberzug.

Die üblichen Windungszahlen bei den 1965 ger Pickups liegen um 7650 Windungen, der Stegpickup hat ca. 60-100 Windungen mehr, was ca. 0,1 Kohm entspricht.
Verwendet wurden Alnico V Magnete im sogenannten Flush-Mount-Schliff, also ohne Fasung am oberen Ende. Die Polepieces wurden gestaggered, d.h die Magnetstifte haben unterschiedliche Höhen und bilden so die Saiten individuell ab.
Die Spulenhöhe beträgt ca. 11mm und ist damit etwas höher als bei den 50gern. Dies wird dem dickeren Isoliermaterial des Plain Enamel geschuldet, da sonst nicht genug Platz auf der Spule wäre.
Die Ausrichtung der Magnete ist Süd auf der Oberseite bei allen drei Pickups, da es noch keinen 5-Weg-Schalter gibt, ist der mittlere Pickup auch nicht reverse gewickelt und hat keine reverse Polarty
( bei meinem Set allerdings doch)

Die Spule wird vor der Wicklung in ein Lackbad getaucht, damit die Magnetstifte nicht rosten und damit die Isolierschicht des Drahtes zerstören. ( Ich habe nur die Magnete dünn mit Zapponlack fixiert).
Nach dem Wickeln werden die Anschlusslitzen angelötet und die Pickups in einem Wachsbad fixiert.
Das Wachsbad besteht aus 15 % Bienenwachs und 85 % Paraffin. Im Wasserbad wird das Wachsgemisch auf 65 °C erhitzt. Die Pickups verbleiben in dem flüssigen Wachs für ca. 5 Minuten (ohne Vakuum) und werden noch in heissem Zustand mit Küchenkrepp vom Wachsüberschuss gereinigt.
Jetzt kann das Montieren und Verlöten im Pickguard erfolgen. Dem Vorbild entsprechend werden 250 KOHm Potis verwendet und ein 47 nF Kondensator wie er zu dieser Zeit üblich war.

(Foto: Max Mauluff/Pferdetaler.de)
(Autor: Max Mauluff vom Pferdetaler.de Team)


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Meist beginnt es doch damit, sein Instrument selbst zu warten und zu pflegen.

Irgendwann flammt das Interesse auf, mehr an seinem Instrument zutun
- zu spät!

In 99,9% aller Fälle wird es ab hier pathologisch :-)

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