Tenorlaute

Die Regeln sind einfach: Viele Bilder und viele Details bitte ;-)
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glambfmbasdler
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Tenorlaute

Beitrag von glambfmbasdler » Fr 7. Jun 2019, 20:18

Also, ezz wirds ernst.
Nachdem ich mich seit ein paar Wochen etwas intensiver mit der Materie auseinander gesetzt hab, nimmt das geplante Instrument jetzt langsam konkrete Formen an.
Bevor ich mit einer Theorbe oder Chitarrone (siehe Diskussion über Bau einer Theorbe ) einsteige, mach ich erstmal was leichteres ;) - eine Tenorlaute. Und wie immer baue ich nicht nach einem fertigen Plan, sondern versuche mich an einem eigenen Entwurf.

Chöre: 13 - außer der höchste Saite, alle doppelt besaitet.
Mensur: voraussichtlich 640mm
Das ergibt dann ungefähr folgende Dimensionen:
Korpuslänge: ca 440 mm
Korpusbreite ca 320 mm
Halsbreite am Sattel ca 100 mm
Halsbreite am Korpus ca 120 mm
Länge des Wirbelkastens ca 350 mm

Die Korpusform werde ich auch noch für weitere Instrumente mit ähnlicher Mensur verwenden können.

Einen (so weit wie nötig) detailierten Plan werde ich noch machen, wenn alle Details feststehen.

Angefangen hab ich schon mal mit der Form für den Korpus.

Ich hab zunächst mal (ganz unwissenschaftlich) die Skizze einer Korpusform skaliert, bis sie für mein Vorhaben passte und damit die Schablone für die Decke und die Form hergestellt.
P1060817.jpg
P1060819.jpg
P1060820.jpg
Aus Schicht-Fichte schneide ich Scheiben, aus denen der Korpus schichtweise aufgebaut wird.
P1060841.jpg
Hoppla - einen vergessen!
P1060842.jpg

glambfmbasdler
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Re: Tenorlaute

Beitrag von glambfmbasdler » Fr 7. Jun 2019, 20:23

So - komplett.
P1060843.jpg
Um die Form hohl zu kriegen, werden aus den Scheiben dann nochmal Halbkreise ausgeschnitten.
P1060844.jpg
Bei der letzten Scheibe - peng! Eine Bandage in der Bandsäge ist gerissen.
P1060845.jpg
Nachdem die Scheiben dann verleimt sind, gehts mit der Säge an die stark überstehenden Teile.
P1060846.jpg
P1060848.jpg
P1060851.jpg

glambfmbasdler
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Re: Tenorlaute

Beitrag von glambfmbasdler » Fr 7. Jun 2019, 20:33

Bei der Beseitigung der Stufen habe ich verschiedene Methoden ausprobiert - Schleifen, Raspeln, Elektrohobel, Elektrofeile - allesamt mit unbefriedigendem Ergebnis dafür aber um so mehr Staub.
P1060852.jpg
Dann hab ich meinen ältesten Hobel gesucht, das Messer geschliffen (mit Mikrofase, damits besser hält) und los gings.
P1060853.jpg
Das RATTATTATTTATT beim Schruppen über die Kanten tat fast körperlich weh, aber der Hobel hats, abgesehen von ein paar kleineren Scharten, gut weggesteckt.
P1060854.jpg
P1060855.jpg
Es wird.
P1060856.jpg

Die ausgeschnittenen Teile ergeben nochmal eine Form für eine Ukulautele :D.
P1060849.jpg

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Re: Tenorlaute

Beitrag von glambfmbasdler » Di 11. Jun 2019, 18:47

Das Brett, aus dem die Basis der Form geschnitten wurde, verwende ich zum Anzeichnen der Späne. Dazu werden zunächst ein paar Leisten angeleimt.
P1060877.jpg
P1060878.jpg
An der Stelle mit dem größten Umfang werden die Späne angezeichnet.
P1060881.jpg
Ausgehend von der Mitte (der erste Span wird zentriert) werden die Abstände angerissen. Die beiden Rändspäne werden ca 3mm breiter als die anderen.
P1060882.jpg

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Re: Tenorlaute

Beitrag von glambfmbasdler » Di 11. Jun 2019, 18:52

Zum Anzeichnen hilft ein kleiner Holzblock mit schräger Bohrung und darin befindlichem Bleistift.
P1060883.jpg
P1060884.jpg
P1060885.jpg
Zwischen den Markierungen wird die Form dann abgeflacht, damit die Späne später besser aufliegen.
P1060886.jpg
P1060887.jpg

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Re: Tenorlaute

Beitrag von glambfmbasdler » Mi 12. Jun 2019, 20:01

Dürfte erstmal so reichen.
P1060890.jpg
Spanform auf Butterbrotpapier übertragen.
P1060888.jpg
P1060889.jpg

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