Nukemaster

Ob Gitarre, Bass oder Exklusiv - bitte hier rein.
bea
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Re: Nukemaster

Beitrag von bea » Sa 15. Dez 2018, 01:09

Hast Du keine Angst vor Stratitis wegen der Neodymmagneten?

Zederndehner
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Re: Nukemaster

Beitrag von Zederndehner » Sa 15. Dez 2018, 05:06

bea hat geschrieben:
Sa 15. Dez 2018, 01:09
Hast Du keine Angst vor Stratitis wegen der Neodymmagneten?
Nö, nur weil es Neodym ist, heißt es ja nicht das sie automatisch auch „zu“kräftig sind.
Ich habe zylindrische Stabmagnete mit den Abmessungen 15X4mm eingebaut. Die haben fast ähnliche Feldwerte wie die AlNiCo‘s, nur eben direkt in der Spule platziert statt das Magnetfeld mittels Schraube hochzuholen.

Die Einstellungen werden das Ausschwingen der Saiten nicht wesentlich mehr beeinflussen wie die Version vorher.

Ein Test wird es zeigen. Heute Wickel ich die D-Coil. Bin schon gespannt ob ich das Brummen dadurch noch weiter drücken kann und den Grundklang etwas „bratiger“ bekomme.

Zederndehner
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Re: Nukemaster

Beitrag von Zederndehner » Sa 15. Dez 2018, 17:59

.
Spieglein Spieglein ...

Heute habe ich also neben dem Lackieren/respektive/Polieren, den Dummy gewickelt. Ich hab dazu einen Spulenträger aus Ahorn gebaut und mit 4500 Wicklungen auf 4,8 KOhm gewickelt. Invertiert zur Maincoil.
Insgesamt komme ich jetzt auf einen Gesamtwiderstand von 16,19 KOhm. Bester Wert für Bratgerät! :D Mal sehen was er sounded. :)
Für den Einbau musste ich noch die PU-Tasche vertiefen, das hab ich vor dem Polieren noch erledigt.

Nebenbei wie gesagt, die Decke angefangen zu Polieren und den Head. Zuerst hatte ich dazu erstmal ein paar Runden mit dem Polierballen und einer hohen Menge Lack gedreht. Das hatte zum Zweck das sich die durstige Esche erstmal vollsaugen und verschließen darf.
Da ich ungerne mit Epoxiden oder Hartlacken versiegele/Poren fülle, nehme ich gerne Bimsmehl. Nur Bimsmehl hat bei Esche meist den Nachteil das man gerade bei dunkel gebeizten Holz, die weissen Bimsmehleinschlüsse sieht.
Deswegen bin ich hergegangen und habe das Bimsmehl vor Auftrag mit dem Farbton der Gitte durchgefärbt und nass mittels Feinhaarpinsel in die Poren verfüllt.
Dazu muss man die Melasse dann trocknen lassen und später ganz sanft und vorsichtig abreiben (das man nichts aus den Poren wieder entfernt)
Hinterher dann mit ganz sachtem Druck drüberpolieren, das sich die Poren schließen.
Dieser Vorgang muß dann je nach Porenbild, bis zu dreimal wiederholt werden.
Letzlich wird das aber eine High Gloss Oberfläche und die Mühe ist belohnt. Ohne Doktorarbeit und großem Hin und Her. 8-)
.
.
Huckepack.jpg
Dummy Huckepack
Passt!.jpg
Angestrebter Wert
Poren.jpg
Melasse (getränktes Bimsmehl)
Ui.jpg
Geschlossene Fläche
Und nebenbei hatte ich heute mal Bock auf was softes und völlig anderes...muss wohl am Advent liegen! :lol:
Achtet mal auf das Instrument von dem Bassisten - das nenn ich ein Design! 8-) ;)
.

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Re: Nukemaster

Beitrag von Zederndehner » Di 18. Dez 2018, 10:47

Tach,

Mit dem „Experiment Nukemaster“ bin ich in den letzten Zügen.
Über diese Woche mache ich die Lackpolitur noch fertig und danach die Retusche.

Anschließend werde ich sie aufbauen und einstellen.

Natürlich geht das Instrument dann in die Galerie. ;)

Die restlichen Arbeitsschritte dokumentiere ich nicht weiter. Ich dachte mir, es erst wieder fertig zu zeigen.
Schlußendlich diente dieser Bau nur um herauszufinden, anders als anfangs geplant, was wie umsetzbar ist und in meine zukünftigen Projekte Anwendung findet.

Für mich war Nukemaster aber eine großartige Lehrstunde, welche viele Möglichkeiten aufzeigte.

Ich schätze mein Gitarrenbau hat sich gründlich verändert.

Vielen Dank für Eure Anregungen und Euer Interesse an diesem Projekt. :P

Grüßle
Tim

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Re: Nukemaster

Beitrag von Max Mauluff » Di 18. Dez 2018, 18:48

Ich bin gespannt auf deine Conclusio und auf das Ergebnis. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das weder der Einsatzzweck , noch die Musikrichtung überhaupt in mein Weltbild passt, aber der Bau, nur mit Handwerkzeugen war schon echt spannend und eigentlich völlig konträr zu .... dem "Krach" den sie macht. :mrgreen:

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Re: Nukemaster

Beitrag von Zederndehner » Di 18. Dez 2018, 19:30

Ja, ein Kollege hat mir angeboten eine über drei Achsen laufende CNC- Fräse zu bauen, mit Rechner, Software und allem PiPaPo. Der hat das drauf- nicht das Problem. Vorallem bei der Radiusbundierung wäre es vielleicht was. Ich hab abgelehnt.

Ich brauch das einfach, jeden Span beim Vornamen zu kennen.
Außerdem ist es mein Ausgleich zur immer höher automatisierenden Welt.

Ein Soundbeispiel vom fertigen Instrument wird’s auf jeden Fall geben. Klaro 8-)

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Re: Nukemaster

Beitrag von Zederndehner » Do 20. Dez 2018, 17:42

Moin Moin,

Ich weiß, eigentlich hab ich den Fred zu. Aber irgendwie finde ich doch das nach dem Setup und dem Einstellen noch ein letztes Feedback hier rein muss.

Also, der Tonabnehmer ist tatsächlich „nuklear“ geworden. Das Brummen ist weg, die Klangfarbe noch da, nur die Höhen etwas dezidierter. Dafür im Verzerrer bratig und kernig. Exakt das forcierte Ergebnis!

Ein anderer Sattel muss noch rauf, dann gehts in die Präsentation.
Im neuen Jahr wird sie dann nochmal zerlegt und der Lack nachpoliert.

Bildchen noch:
997F9F0C-14D8-4E6E-9B03-2F2C6973FA78.jpeg
Frisch aufgebaut und eingestellt.

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Re: Nukemaster

Beitrag von Mobie Kaymony » Do 20. Dez 2018, 18:26

Schön ist sie geworden.

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Re: Nukemaster

Beitrag von Mafö » Fr 21. Dez 2018, 03:57

Wahnsinn.....

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Re: Nukemaster

Beitrag von glambfmbasdler » Fr 21. Dez 2018, 09:13

Arch schee! :)

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