Zwei Bässe (Primavera und Sharkfin)

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bea
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Re: Zwei Bässe (Primavera und Sharkfin)

Beitrag von bea » Sa 26. Okt 2019, 23:31

Leider nicht wie geplant, zumindest bei der Primavera (die Sharkfin klingt und spielt sich einfach geil, obwohla auch sie noch ein bisserl Feinschliff benötigt).

Aber bei der Primavera ist wirklich fast alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte. Nicht nur die Fehler beim Bundieren und beim Einpassen des Halses. Nein, auch die Rampamuffen sitzen falsch. Ziemlich genau 1cm zu nah am Sattel. Offenbar habe ich da die Mensurlinie und die Linie der Befestigungsschrauben verwechselt. Dass sie falsch sitzen, weiß ich natürlich schon länger, dass es wirklich so viel ist, habe ich erst heute nachgemessen. Wenn ich das korrigiere, wird sich das nicht mehr unter der Bücke verstecken lassen :-( Da sind knapp 7mm Luft. Bei den von mir verwendeten Saiten fehlen ungefähr 5 mm an der einstellbaen Kompensation - das könnte zwar eben gerade so ausreichen. Unschön bleibt es aber doch.

Zu allem Überfluss sind die Rampamuffen so stramm im Holz, dass ich sie wohl werde ausbohren müssen.

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Re: Zwei Bässe (Primavera und Sharkfin)

Beitrag von Mobie Kaymony » Mo 28. Okt 2019, 09:25

Zeit über ein schönes Furnier nachzudenken :/

bea
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Re: Zwei Bässe (Primavera und Sharkfin)

Beitrag von bea » Mo 28. Okt 2019, 09:51

Bei nem Top aus wunderschön geflammtem Ahorn?

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Re: Zwei Bässe (Primavera und Sharkfin)

Beitrag von Zederndehner » Mo 28. Okt 2019, 10:42

Hast Du noch Reste des selben Ahorn? Wenn ja dann Rampamuffen raus und aus dem Material Dübel fertigen welche in Maserung/Flamme passen. Leicht konisch drehen und mit genügend Druck einleimen.

Wenn es sauber gemacht ist, sieht es hinterher niemand.

Anschließend neue Löcher setzen und Brücke montieren. Die Pu musste dann wohl zähneknirschend auf der „neuen“ Position gut finden. ;)

Ich denke aber nicht, das es da hörbare Einbußen gibt. 😉

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Re: Zwei Bässe (Primavera und Sharkfin)

Beitrag von bea » Mo 28. Okt 2019, 14:33

Zederndehner hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 10:42
Hast Du noch Reste des selben Ahorn? Wenn ja dann Rampamuffen raus und aus dem Material Dübel fertigen welche in Maserung/Flamme passen. Leicht konisch drehen und mit genügend Druck einleimen.

Wenn es sauber gemacht ist, sieht es hinterher niemand.
Ja, von dem Holz hab ich noch ein passendes Reststück. Furnierdicke, aber ungleichmäßig; Holzkarle hat es beim Schneiden des Bretts auf Dicke abgeschnitten.

Unten drunter dann wohl ein Stück Dübelstange aus Buche.
Die Pu musste dann wohl zähneknirschend auf der „neuen“ Position gut finden. ;)
Da gibts eigentlich keine neue Position - es geht ja nur um genügend Luft für eine korrekte Kompensation. Die paar mm sollten vor allem in den tiefen Lagen den Klang um ein Hauchtel runder machen.

Spielbar ist der Bass auch so - mit ein ganz klein wenig Ausgleich beim Stimmen ist er bis zum 12. Bund in sich weitgehend sauber. Besser jedenfalls als die meisten Akustikbässe, bei denen man je nach Saiten immer mit Kompromissen bei der Intonation leben muss.


Gerade eben habe ich übrigens einen gebrauchten Satz Daddario ETB92 aufgezogen (Black Tapes) - wohl den frischeren von beiden. Er muss vorher kurz auf der SG gewesen sein. Sogar die bringen mit dem schlanken PU genügend Höhen, dass man damit Akkorde oder sogar synthetische Flageolets spielen kann. Hab ich den doch recht dunklen Saiten gar nicht zugetraut. Gegenüber den Daddario Halfrounds lebt er richtig auf.

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Re: Zwei Bässe (Primavera und Sharkfin)

Beitrag von bea » Mi 12. Feb 2020, 15:26

An der Primavera steht ja noch einiges an Fehlerbeseitigung an. Erster Bauabschnitt: der Spalt zwischen Halsfuß und Korpus.

Hier mal das Problem - auf der abgewandten Seite ist die Fuge noch breiter:
DSC_4037.JPG
Weil sich das nicht verstecken lässt, muss die Füllung kontrastierend sein. Also Palisander aus der Restekiste verwenden (Zargenrest, 2mm) . Leider ist das Holz so spröde, dass das Anfertigen der Füllungen in Streß ausartete. Von meiner ursprünglichen Idee, die Kontur des Halsfußes in den Korpus gespiegelt als Palisander-Einlage fortzusetzen, habe ich Abstand genommen. Das muss richtig gut werden - und da war mir das Risiko zu groß. So ist es nicht so hübsch, aber voll im Rahmen der übrigen Fehler bei diesem Instrument.
DSC_4258.JPG
DSC_4260.JPG
Noch zwei Bauabschnitte stehen an: Versetzen der Brücke und eine gute aktive Elektronik mit einer Schaltung, die das Brummen des SC-PUs kompensiert.
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