FENDER Mustang GT40

Verstärker-reviews aus dem Netz.
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Mobie Kaymony
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FENDER Mustang GT40

Beitrag von Mobie Kaymony » Do 5. Sep 2019, 19:34

Liebe Gitarrenbastler, seit Anfang der 80er hatte ich für das gelegentliche Gitarrespielen nur einen „Fender Sidekick 10“. Mein Bassverstärker ist ein ausgewachsener Fender BXR300, mit dem ich sehr glücklich bin, aber für die Eierschneider hatte ich nur ein "KORG Pandora PX mini" mit besagtem Sidekick verwendet. Das ging gerade so, war aber sehr frickelig mit Aufbau und Einstellungen usw. plug-and-play war nicht wirklich möglich.

Heute habe ich im hiesigen Musikgeschäft einen Fender Mustang GT40 3rd Generation mit Fußschalter erstanden. Hei, ist das ein Spaß! In meinem Heimbüro passt die schwarze Modelling-Kiste prima ins Regal. Der Combo ist leicht und intuitiv bedienbar, man hat das System schnell durchschaut und kann mit den 120 Presets sofort loslegen. 80 weitere kann man selber generieren oder bei Fender runterladen. Das kleine, aber farbige und übersichtliche Mäusekino (Bilschirm) hilft enorm bei der Bedienung.

Der GT40 bietet auch WiFi-Anbindung, die Steuerung übernimmt dann eine Android- oder IOS-App über Bluetooth. Die Einrichtung das WLans ist etwas mühselig, mangels Tastatur, aber man macht das ja nur selten. In einigen Tests und Rezensionen wird über die schlechte Android-App „Fender Tone“ gemotzt, da hat Fender nachgebessert, bei mir funktioniert alles prima. Allerdings nicht mit meinem aktuellen Smartphone, einem chinesischen MEIZU, das wird nicht erkannt. Aber ich hatte noch ein altes HUAWEI, damit arbeitet die App nun tadellos. Eine Kompatibilitätsliste findet man bei Fender online. Ein Firmware-Update ist vor dem Gebrauch der App Pflicht.

Tests gibt es ja schon einige, dort wird der GT40 Combo, als Bedroom-Amp, durchweg gelobt, dem kann ich mich nur anschließen. Mit und ohne Smartphone ist der Amp superflexibel. Den Fußschalter konnte ich noch nicht testen, weil ich vor lauter Spaß an den Presets gar nicht dazu kam. Der Footswitch ermöglicht sogar einen 1-Minuten-Loop, darauf bin ich gespannt. Ich werde meine Eindrücke dazu hier aktualisieren.

Der kleine Fender Combo ist und bleibt ein digitaler Modelling-Amp, mit allen Vor- und Nachteilen dieser Gattung. Röhrenpuristen werden die Nase rümpfen, aber ich glaube auch die würden die Vorteile, dieses "Amps für Zuhause", zu schätzen wissen. Im Proberaum und auf der Bühne einer Rockband hat das Ding nichts zu suchen, aber für die Wohnzimmersession mit Freunden hat er alles on-board. Mit Tuner und optischem Metronom gibt es auch noch nützliche basic Tools. Zu der Qualität der Presets und Amp-Simulationen möchte ich kein Urteil fällen, für mich waren sie aber überraschend gut. Ein nennenswertes Eigenrauschen habe ich nicht festgestellt.

Nebenbei kann man das Gerät auch als Bluetoothbox zum Musikkonsum oder auch zum Play-Along benutzen (alle USB-Sendegräte sind kompatibel). Ein Micro-USB-Ausgang für die Nutzung eines PC als Aufnahmegerät ist vorhanden. Leider fehlt ein echter Line-Out.

Das optische Design ist mir etwas zu modern aber offensichtlich ist er robust verarbeitet. Haptisch hinterlässt der Amp ein wertiges Gefühl. Der Klang der zwei 6.5“ Speaker ist etwas schlechter als über Kopfhörer aber immer noch gut.

Ich habe 239 EUR inkl. Footswitch bezahlt, ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. (Vorführgerät mit einem Kratzer im Tolex)
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Re: FENDER Mustang GT40

Beitrag von Zederndehner » Fr 6. Sep 2019, 17:21

Als "Testamp" habe ich auch nen Fender in der Werkstatt. Zum Austesten von PU´s und zum kleinen Vergnügen, respektive Üben, ist sowas überaus praktisch. Muss ja nicht immer gleich das "Fullstack" sein. ;)

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Re: FENDER Mustang GT40

Beitrag von ccorpse89 » Di 10. Sep 2019, 17:19

Warum findest du , dass sowas nichts auf der Bühne bzw. bei der Probe verloren hat?

Mobie Kaymony
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Re: FENDER Mustang GT40

Beitrag von Mobie Kaymony » Di 10. Sep 2019, 18:55

Dieser kleine Amp kann sich da nicht durchsetzen, nicht gegen einen Rockschlagzeuger. Deshalb habe ich ja "Proberaum oder Bühne einer Rockband" geschrieben, gegen eine leisere Musik ist eigentlich nichts einzuwenden. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie rar Schlagzeuger sind die sich zurücknehmen können. Aber zusammen mit einem dezenten Bassisten, Percussions (Cajon o.ä.) und akustischen Instrumenten kann das schon passen. Ich denke dann sollte man aber lieber gut 100 EUR mehr investieren und den GT100 kaufen, der kann alles, hat Line-Out und Speaker in vernünftigem Durchmesser. Mir war der nur zu groß für das Büro, bei dem Preis hat das Geld keine Rolle bei der Kaufentscheidung gespielt. Auf kurz oder lang kommt noch das Gegenstück für Bässe, ein FENDER Rumble Studio 40, ins Büro, der ist leider doch deutlich größer, aber für mehrere solcher Kommoden habe ich einfach keinen Platz. BTW Habe schon überlegt, ob ich mir einen schaltbaren Lautsprecherausgang in den GT40 löte, um eine externe Box mit 12" Speaker betreiben zu können. Die würde den Sound sicher noch verbessern aber lauter wird er dadurch auch nicht. Doch was soll ich damit in der Wohnung, dann hätte ich gleich den GT100 oder GT200 kaufen können? Mein Büro hat aber gerade mal 7m².

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