Stratocaster 60th vintage white Barfuss Pickups

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Max Mauluff
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Stratocaster 60th vintage white Barfuss Pickups

Beitrag von Max Mauluff » Sa 12. Jan 2019, 10:19

Im Zusammenhang mit dem Pickup-Thread hat mich Wolfgang gebeten dieses Instrument hier vor zustellen.
Es handelt sich um die Kopie einer 60th Strat die ich 2016 aus Teilen zusammengebaut habe.

Dies ist eigentlich nichts Besonderes, habe ich doch über die Jahre gut über 70 Strats zusammengebaut.
Dennoch hat diese Gitarre hier eine recht besondere Haptik und einen unvergleichlich guten Sound.

Der Sound kommt von den den Barfuss-Pickups und hier speziell das 63-Style set.

Original Ton David Barfuss:

´63 S-Style

Unser ´63 S-Style Set ist unser Lieblingsstratpickup Set. Die Windungen der einzelnen Pickups sind auf die jeweilige Einbauposition abgestimmt was bei den original Sets nicht immer so vorzufinden war.Die Tonabnhemer aus dieser Ära sind für ihre etwas höheren Windungszahlen bekannt und daher sehr beliebt. Die verbauten Alnico V Magnete liefern einen stabileren und auch agressiveren Ton als die bei früheren Modellen verbauten Alnico III Magnete. Die Verwendung von kapazitätsarmen Formvar Wire sorgt für den typischen knochigen Ton wie wir ihn zum Beispiel von Hank Marvin, Mark Knopfler und Rory Gallagher kennen.

Gleichstromwiderstand: Steg: 6,5 K-Ohm, Mitte: 6,3 K-Ohm, Hals: 6,0 K-Ohm

Der Korpus ist von Rockinger, aus amerikanischer Rot-Erle und sehr dünn in vintage white lackiert. Die Specs dieser Bodies orientieren sich an den frühen Stratocastermodellen, die Aussparungen an der Handauflage und der Bauchseite sind sehr schön rundlich ausgeführt und nicht wie bei späteren Bodies nur mit dem Bandschleifer herausgearbeitet.

Der Hals stammt von Allparts , hat ein Palisandergriffbrett mit 9,5 " Radius und einem etwas fetterem C-Profil, die Rückseite ist hochglanz lackiert, der Zugang zum Halsstab sitzt am Halsfuß.

Die Tuner sind original Kluson vintage tuner, das Tremolo ist von Gotoh mit Stahlblock und gebogenen Stahl-Saitenreitern.

Das Schlagbrett in Mint Greenish stammt aus dem Hause Montreaux

Die Potis stammen von CTS haben die üblichen 250 Kohm, der 47 nF Kondensator ist von Siemens und das Trebble Bleed ist ein 220 pF Kondensator aus Telefunken-Produktion.

Die Kombination dieser Teile führte zu einem absoluten Ausnahmeinstrument, das sich (mehrfach bestätigt) auf sehr sehr hohem Niveau befindet, was Tonalität und Haptik betrifft. Zudem finde ich die Optik auch sehr ansprechend.

Der anfänglich geplante Verkauf wurde kurz nach Fertigstellung sofort verworfen, auch ohne Customshop Label und Fender Decal gehört diese Gitarre in eine Extraklasse und wird bei mir bleiben.
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Max Mauluff
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Re: Stratocaster 60th vintage white Barfuss Pickups

Beitrag von Max Mauluff » Sa 12. Jan 2019, 10:21

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Re: Stratocaster 60th vintage white Barfuss Pickups

Beitrag von Zederndehner » Sa 12. Jan 2019, 12:06

Schick schick,

das erinnert mich ein wenig an Claptons Blackie, welche er aus vielerlei Strats zusammengenagelt hat und somit den für sich besten Sound rausholte.
Das Blackie dann später für irre viel Geld übern Tisch ging, beweist wohl die Güte des Instrumentes.

Ich weiß das alles außer "live" nicht viel aussagen muss, aber gibts ein Soundfile von dem Geschöpf? 8-)

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Re: Stratocaster 60th vintage white Barfuss Pickups

Beitrag von Mobie Kaymony » Sa 12. Jan 2019, 12:57

Ha, ich mag weiße Strats, der Gitarrist meiner allerersten Kombo spielte einen Nachbau.

Zu den Komponenten kann ich nicht viel sagen aber sie sind sicher nicht aus der Grabbelkiste. Die Abstufung der Pickups scheint mir eher dezent (Steg: 6,5 K-Ohm, Mitte: 6,3 K-Ohm, Hals: 6,0 K-Ohm) irgendwie scheint mir das alles sehr dosiert kombiniert, keine Extreme oder Teile bei denen man versucht hat das Rad neu zu erfinden.

Klasse durch Zurückhaltung.

Max Mauluff
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Re: Stratocaster 60th vintage white Barfuss Pickups

Beitrag von Max Mauluff » Sa 12. Jan 2019, 16:37

@ Zederndehner, das Ergebnis war sicherlich überraschend, die Planung allerdings nicht willkürlich, denn die Holzteile sind von hoher Güte und ziemlich perfekter Maßhaltigkeit. Der Hals z. B. hält in der Halstasche ohne Schrauben (Presspassung) und die restlichen Komponenten bewegen sich ebenfalls im oberen Preis/Qualitätssegment.
Natürlich ist das nicht vergleichbar mit einer kompletten Eigenkonstruktion, aber mangels nicht mehr vorhandener Werkstatt muss ich mich auf Fertigteile beschränken.

@ Mobie Bei der Planung gab es ganz bestimmte Vorgaben, die sich an den Originalen der Sechziger anlehnen, Krabbelkiste scheidet da eher aus, da geht es dann doch um gewisse Präzision um den Zielen näher zu kommen. Wie gesagt, der Aufwand hat sich gelohnt. Unverkäuflich und einfach gut.

Preislich auch nicht gerade billig, liegt doch der Teileaufwand jenseits von 800 Euro.

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