#2 T-Style

Ob Gitarre, Bass oder Exklusiv - bitte hier rein.
ccorpse89
reg. Mitglied
Beiträge: 97
Registriert: Mi 3. Okt 2018, 07:20
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 25 Mal

Re: #2 T-Style

Beitrag von ccorpse89 » Di 12. Mär 2019, 21:37

Dann probieren wir das doch mal aus 😊

Zederndehner
Hausmeister
Beiträge: 773
Registriert: Di 28. Aug 2018, 09:16
Wohnort: 28000
Interessen: Saiteninstrumente quer Beet/ spezielle Designs und Werkzeuge.
Hat sich bedankt: 140 Mal
Danksagung erhalten: 120 Mal
Kontaktdaten:

Re: #2 T-Style

Beitrag von Zederndehner » Mi 13. Mär 2019, 03:52

8-)
Mit der Säge machst Du auch als allgemeines Werkzeug nichts falsch. Ich überlege mir noch ne zweite zu holen für den Geigenbau (Klötze schneiden etc) .

Mobie Kaymony
Autor/Boardadmin
Beiträge: 629
Registriert: Di 2. Okt 2018, 12:59
Wohnort: 16775
Hat sich bedankt: 139 Mal
Danksagung erhalten: 84 Mal

Re: #2 T-Style

Beitrag von Mobie Kaymony » Mi 13. Mär 2019, 05:17

Präsision: So lange Du nur mit kleineren Hilfsmitteln beim Einsägen der Bundschlitze arbeitest, ist die Japansäge von Dictum sicher gut geeignet. Die aufwändigeren Jigs brauchen die gerade Schiene oben, um die Bundschlitztiefe sicherzustellen, da ist die traditionelle Säge von Rall oder Rockinger notwendig.
015.JPG
LMI Bundschlitzsägelade (Miter Box)
Zur Schlitzstärke: Da habe ich persönlich nur Erfahrungen mit der trad. Säge (0,58 mm), die sind gut. Die Tang-Stärken liegen bei Stew Mac zwischen 0.020 und 0.023 inch, also bei 0,5 bis 0,6 mm. Eine Säge mit 0,45 mm Schnittbreite wäre mir persönlich, bei besonders harten Materialien, zu eng. Die Gefahr einen Backbow zu poduzieren wäre mir da zu hoch.

Aber wie gesagt, ich habe nur eigene Erfahrungen mit der trad. Säge à la Rall oder Rockinger.

Schade, dass ich dich mit meinen Aussagen verunsichere, sorry.

ccorpse89
reg. Mitglied
Beiträge: 97
Registriert: Mi 3. Okt 2018, 07:20
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 25 Mal

Re: #2 T-Style

Beitrag von ccorpse89 » Mi 13. Mär 2019, 05:34

Mobie Kaymony hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 05:17

Schade, dass ich dich mit meinen Aussagen verunsichere, sorry.
Wieso solltest du mich verunsichern?

glambfmbasdler
eng. Mitglied
Beiträge: 329
Registriert: Mi 3. Okt 2018, 08:50
Wohnort: Röttenbach
Hat sich bedankt: 66 Mal
Danksagung erhalten: 123 Mal
Kontaktdaten:

Re: #2 T-Style

Beitrag von glambfmbasdler » Mi 13. Mär 2019, 06:48

Zederndehner hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 15:57
ccorpse89 hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 06:14
In anderen Foren wird auf diese hier verwiesen:
Und das passiert jetzt hier auch. :D

Im ernst, mit genau der Säge habe ich tatsächlich alle meine Bundierungen durchgeführt (Wenn sie gerade Bundstäbe hatten :lol: )

Dabei hatte ich eigentlich schon jedes Bunddrahtmaß verarbeitet und nie Probleme gehabt.

Es gäbe aber noch folgende: Von Rockinger

Mit dieser Säge hatte ich damals die Bundierung der Gearbuildergitte gemacht. PRS-Mensur/Slim Jumbo. Unterschied konnte ich keinen feststellen zu der anderen. Hm...und nu? ;) 8-)
Die erwähnte hab ich auch, verwende sie aber für alles andere aber nicht für Bundschlitze. Dafür verwende ich meistens die hier https://www.dictum.com/de/japansaegen-b ... uer-712467.

ccorpse89
reg. Mitglied
Beiträge: 97
Registriert: Mi 3. Okt 2018, 07:20
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 25 Mal

Re: #2 T-Style

Beitrag von ccorpse89 » Sa 23. Mär 2019, 14:20

Kurzes Update:

Mittlerweile habe ich das Griffbrett geschlitzt und aufgeleimt. Ich habe mich für Ebenholz entschieden weil a) Optik und b) wollte ich dieses Holz auch einfach mal bearbeiten. Ich war schwer erstaunt wie spröde das ganze ist und von der Sauerei beim Fräsen mal ganz abgesehen...
Die Werkbank, die Wand, einfach alles war voll mit dem Zeug :lol:

Die Positionen der einzelnen Bünde wurden mit einem Stahllineal (0,5er Teilung) angeritzt. Dazu habe ich einen Stift mit HM-Spitze benutzt.
Damit der Sägeschnitt gerade wird, habe ich ein Anschlagholz benutzt, welcher an der Auflage frei ist (für die Schränkung). Zusätzlich kontrolliere ich nach dem Spannen der Sägehilfe mittels Anschlagwinkel die Positionen erneut...

Danach wollte ich das Griffbrett bündig Fräsen und dazu erst einmal das gröbste mit der Bandsäge wegschneiden. Keine Chance....das Holz ist sofort gesplittert. Ich bin dann direkt den Weg über die Oberfräse gegangen. Mit vier Seitenzustellungen hat das auch problemlos funktioniert.
Dateianhänge
20190320_080415.jpg
20190320_160159.jpg
20190320_160256.jpg
20190321_200630.jpg
20190323_124558.jpg

Zederndehner
Hausmeister
Beiträge: 773
Registriert: Di 28. Aug 2018, 09:16
Wohnort: 28000
Interessen: Saiteninstrumente quer Beet/ spezielle Designs und Werkzeuge.
Hat sich bedankt: 140 Mal
Danksagung erhalten: 120 Mal
Kontaktdaten:

Re: #2 T-Style

Beitrag von Zederndehner » Sa 23. Mär 2019, 18:59

Krass- auf dem letzten Bild sieht man schon das es ein absolut erwachsenes Instrument wird. 8-)

Das Holz und die Hardware harmonieren gut miteinander.

ccorpse89
reg. Mitglied
Beiträge: 97
Registriert: Mi 3. Okt 2018, 07:20
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 25 Mal

Re: #2 T-Style

Beitrag von ccorpse89 » Sa 13. Apr 2019, 17:54

So,

ein wenig ist wieder passiert:

a.) Die Kopfplatte ist mittlerweile auf Fertigmaß gefräst. Aktuelle Stärke ist 15,5mm, der Radius wird in den kommenden Tagen mit dem Spindelschleifer erledigt.

b.) Vorder - und Rückseite sind sauber gefräst. Die Korpusstärke liegt aktuell bei 43mm und auf der Rückseite ist schonmal ein Radius dran gefräst. Es sieht alles soweit gut aus, ist aber ergonomisch nicht sehr Vorteilhaft. Vor allem die Vorderseite! Ich schaue mir das nochmal an wenn es soweit ist. Ggf. kommt ein Deckenshaping dazu.

c.) Um die Halstasche zu fertigen, habe ich mit zwei Leisten die Halskontur nachgebildet (vorher den Hals mittig ausgerichtet). Die Halsschablone musste als Anschlag dienen ;) . Ich habe allerdings in der Tiefe noch "theoretische" 2mm drin gelassen, um nachher alles anzupassen wenn die Brücke drauf ist.

d.) Dann ging es heute an die Halsbefestigung. Mir kam schon der Griffbrettradius in den Sinn, aber dann wäre es schwierig geworden die Bohrungen sauber und gerade in den Hals zu bekommen. Dazu habe ich zunächst eine 14er Bohrung für die Halspitten gesetzt, danach mit angezwingten Hals die 6er Durchgangsbohrungen gebohrt. Die gerade so tief, dass die Zentrierung auf dem Hals zu sehen war. Da ich die Halsbefestigung mit Rampamuffen machen wollte, habe ich eine Stufenbohrung gesetzt. Die ersten 3mm im Durchmesser 9, den Rest 8,5.
Wie sich gezeigt hat war das wohl zu eng. Vermutlich war es dann die Mischung aus kleinem Schrägstand und Bohrung, so dass sich Holz nach oben gewölbt hat beim einsetzen der ersten Muffen. Alle Bohrungen habe ich erst einmal auf D9 aufgebohrt.

Kurzerhand musste die Ständerbohrmaschine zum geraden Eindrehen herhalten. Dafür habe ich die Muffen auf eine Schraube mit Mutter gedreht und dann mit wenig Druck eingeschraubt.
Dateianhänge
20190329_183605.jpg
20190402_190411.jpg
20190406_204731.jpg
20190413_144700.jpg
20190413_150702.jpg
20190413_154637.jpg

ccorpse89
reg. Mitglied
Beiträge: 97
Registriert: Mi 3. Okt 2018, 07:20
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 25 Mal

Re: #2 T-Style

Beitrag von ccorpse89 » Sa 13. Apr 2019, 17:56

Später habe ich die Muffen nochmal rausgeschraubt und eingeklebt. Sicher ist sicher...

Den Hals habe ich dann mal provisorisch dran geschraubt, scheint alles zu passen.
Dateianhänge
20190413_154718.jpg
20190413_165736.jpg

ccorpse89
reg. Mitglied
Beiträge: 97
Registriert: Mi 3. Okt 2018, 07:20
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 25 Mal

Re: #2 T-Style

Beitrag von ccorpse89 » Do 25. Apr 2019, 18:04

Weiter ging es mit dem Schleifen vom Griffbrett. Dafür, wie gehabt, einen Schleifklotz mit Schmirgel beklebt und den Radius geschliffen. Ich habe von zwei Seiten geschliffen um ein einseitiges Abtragen zu vermeiden. Spendiert habe ich dem Griffbrett einen 12"er.

Als nächstes wurden die Bundschlitze nachgesägt (natürlich fehlte mal wieder en halber mm :? ) und dann der Bunddraht eingeschlagen.
Bisher hatte ich nur Erfahrung mit Walnuss als GB-Material und da gab es keine Probleme. Bei dem Ebenholz musste der Hammer aber einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Die Bundschlitze hatten ca. 0,55-0,6mm. Beim nächsten mal würde ich 0,7mm ausprobieren, da sollte es dann besser gehen.
Bei einem Bunddraht ist das Holz ein wenig gesplittert, da wurde dann mit Epoxy und Schleiftstaub wieder versiegelt.

Danach war das Halsprofil an der Reihe. Dafür habe ich mir erstmals eine Schweifhobel organisiert. Ich weiß gar nicht wie ich das bei der ersten ohne machen konnte. Absolut stressfreie Arbeit mit dem Ding! Außerdem kamen noch diverse Feilen zum Einsatz für die Übergänge.
Bei dem Halsprofil halte ich mich an keine Vorlage. Ich Hobel, Feile und Schleife so lange, bis der Hals angenehm in den Händen liegt.

Dann habe ich den Hals mal angefeuchtet um mir mal ein Bild zu machen. Außerdem konnte ich dann schon die ersten aufgestellten Fasern wegschleifen.


Ich habe mal ein Griffbrettlineal aufgelegt und geschaut ob sich irgendwas getan hat in Form von Backbow o.ä.
Sieht aber ganz gut aus.

Nun folgt das Abrichten der Bünde, Feilen der Sattelnut und die Arbeiten am Korpus.
Dateianhänge
20190419_202615.jpg
20190421_215805.jpg
20190423_172216.jpg
20190425_182702.jpg

Antworten